Fotografie von Andy Ba

Ein Portrait über
WEN-SCHNELLZEICHNER von Peer Krischbin

‘I like Chinese, cause they only come up to you knees’ - dieser Song von Monty Python trifft nun ganz und gar nicht auf Wen-Schnellzeichner zu. Aber, gehen wir in der Zeit zurück, auch Wen hat mal klein angefangen. Geboren in China, im Jahr des Affen, Ende der Kulturrevolution, fand er schon als Junge Spaß am Zeichnen und portraitierte zur Aufbesserung seines Taschengelds für ein paar Yuan Reisende, die vor dem Bahnhof auf den Zug warteten.

Malerei von Andy BaMalerei von Andy Ba

Mit 17 besuchte er in Peking auf einer Klassenfahrt die Solo-Ausstellung von Robert Rauschenberg. Er fand Gefallen an Andy Warhol und war von Joseph Beuys beeindruckt. Mit knapp 20 Jahren und 250 Dollar in der Tasche investierte er 100 Dollar für ein Ticket der Transsibirischen Eisenbahn und reiste durch Mongolei, Sibirien und Russland nach Moskau. Dann nach Berlin und Düsseldorf.  Weil er einen Fensterplatz ergatterte zeichnete Wen während der Fahrt die vorbeifliegenden Landschaften und verkaufte sie an betuchte Reisende.

Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
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Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
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Malerei von Andy Ba
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Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba
Malerei von Andy Ba

Sein Wunsch, an der Düsseldorfer Kunstakademie einen Studienplatz zu bekommen wurde ihm nicht gleich erfüllt. Deshalb zog er nach Köln, wohnte in der Jugendherberge, jobte eine Zeitlang als Küchenhelfer in einem Chinarestaurant und arbeitete an seiner Mappe. Auf dem Domplatz traf er damals einen Zeichner, der auf einem Schild ankündigte, in 20 Minuten Portraits zu zeichnen. Wen topte es sogleich mit einem 6 Minutenschild. Diese Zeitersparnis brachte ihm viele Kunden und über den Sommer.

Malerei von Andy Ba

1993 bewarb er sich erfolgreich an der Kunstakademie Düsseldorf und studierte bis 1999 Malerei als Meisterschüler. Während seiner Studienzeit pflegte er seine Leidenschaft für das Portraitzeichnen. An den Brennpunkten von Paris, London, Berlin und sogar New York.

Auch interessant zu wissen...

Künstlerisch
In Düsseldorf leitet Wen im Jahr 2023 Blockseminare als Gastdozent an der Hochschule Düsseldorf.
In Haikou, China, ist Wen als Gastprofessor an der renommiertesten Kunsthochschule tätig.
In Krefeld, im Wasserturm, wo Wen lebt und arbeitet, bietet er Zeichenkurse an.

Lukullisch
Nach seinem Studium eröffnete Wen drei sehr angesagte Restaurants in Düsseldorf.
Die ROTE LATERNE nach dem gleichnamigen Film in China.
BÖSER CHINESE untermalt mit den Reden von Mao Tsetung und
KONKUBINE, das erste Nichtraucher-Restaurant in Düsseldorf.

Fotografie von Andy Ba